• 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  

Schloss Colditz

Bautechnische Sicherung
und Sanierung der historischen
Pferdeschwemme


Die Pferdeschwemme im ersten Schlosshof des Colditzer Schlosses hat einen hohen Zeugniswert. 1604 als steinerner Röhrkasten mit einem Fundament auf den Boden des inneren Schlossgrabens gesetzt, diente dieser als Reservoir von über hölzerne Wasserröhren zum Schloss geführten Quellwassers. Ende des 17. Jahrhunderts ist er zu einer Pferdeschwemme aus- und umgebaut worden und erhielt eine Rampe. In den beiden Marställen des vorderen Schlosshofes konnten zu Jagdereignissen bis zu 80 Pferde eingestellt werden.

Mit der Nutzungsänderung des Schlosses ab 1800 zu einem Armen- und Arbeitshaus und ab 1828 zu einer Versorgungsanstalt für geistig Kranke blieb die Pferdschwemme baulich erhalten. Erst im Zuge des Baus des neuen Krankenhauses an die Stelle des östlichen Marstalles wird um 1864 die Wand des Beckens an der Stelle der Rampe geschlossen und die Rampe aufgegeben.

Als überdecktes Wasserreservoir wurde die ehemalige Pferdeschwemme weiter genutzt. Erst durch den Bau eines Waschhauses um 1900 wurde das erhaltene Wasserbecken überbaut und die Funktion als Wasserreservoir aufgegeben. Eine Pferdetränke im SW der Pferdeschwemme ist für die Zeit von ca. 1700 bis 1850 nachweisbar.

Durch den 2006 vorgenommenen Abriss des Waschhauses trat die erhaltene Substanz des Wasserreservoirs wieder zu Tage.

Die Pferdeschwemme im ersten Schlosshof des Colditzer Schlosses hat einen hohen Zeugniswert. 1604 als steinerner Röhrkasten mit einem Fundament auf den Boden des inneren Schlossgrabens gesetzt, diente dieser als Reservoir von über hölzerne Wasserröhren zum Schloss geführten Quellwassers. Ende des 17. Jahrhunderts ist er zu einer Pferdeschwemme aus- und umgebaut worden und erhielt eine Rampe. In den beiden Marställen des vorderen Schlosshofes konnten zu Jagdereignissen bis zu 80 Pferde eingestellt werden. Mit der Nutzungsänderung des Schlosses ab 1800 zu einem Armen- und Arbeitshaus und ab 1828 zu einer Versorgungsanstalt für geistig Kranke blieb die Pferdschwemme baulich erhalten. Erst im Zuge des Baus des neuen Krankenhauses an die Stelle des östlichen Marstalles wird um 1864 die Wand des Beckens an der Stelle der Rampe geschlossen und die Rampe aufgegeben. Als überdecktes Wasserreservoir wurde die ehemalige Pferdeschwemme weiter genutzt. Erst durch den Bau eines Waschhauses um 1900 wurde das erhaltene Wasserbecken überbaut und die Funktion als Wasserreservoir aufgegeben. Eine Pferdetränke im SW der Pferdeschwemme ist für die Zeit von ca. 1700 bis 1850 nachweisbar.  

Durch den 2006 vorgenommenen Abriss des Waschhauses trat die erhaltene Substanz der Pferdeschwemme wieder zu Tage. Die Substanz wurde vorerst durch ein Schutzdach gesichert.

Seit 2013 erfolgt nun die weitere behutsame Freilegung der Pferdeschwemme.

Die Pferdeschwemme als Kernthema der denkmalgerechten Sicherung und Sanierung wird seit 2014 entsprechend dem gesicherten Bestand erhalten und zur Wiederherstellung als Gesamtbauwerk mit den bereits geborgenen Originalsteinen und Steinen aus der Herstellung des Rampendurchbruchs und farblich angepassten rezeptierten Betonwerkstein als  erkennbares Neumaterial ergänzt.

Für 2015 ist noch Umgestaltung der Außenanlagen im Bereich vorderer Schlosshof. Pferdeschwemme geplant.


Auszug aus "Gartendenkmalpflegerische Beratung und Begleitung des Bauvorhabens / Planungsphase"
Ragnhild Kober-Carrière / Gartenarchitektin und Gartendenkmalpflegerin
Potsdam, 14. August 2013

Bilder der historischen Pläne: Mit freundlicher Genehmigung von SächsHStADresden, LfD Sachsen, Hauptstaatsarchiv Dresden, Stadtmuseum Colditz, Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek

  • Eckdaten

    Auftraggeber:

    Sächsisches Bau- und Immobilienmanagement, Niederlassung Leipzig I

    geplanter Etat:
    ca. 150.000,00 Euro

    Projektzeitraum:
    2013–2015

    historische Pferdeschwemme

  • Besondere Anforderungen

    Sanierung einer denkmalgeschützten Schlossanlage

  • Kompetenzen

    Dipl.-Ing. Rainer Rakow

    Planung, Bauleitung

  • Partner

    Frau Ragnhild Kober-Carrière
    Landschaftsarchitektin Potsdam

    Herr Thomas Schmidt
    Restaurator, Leisnig

    Ingenieurbüro Bartsch, Freiberg
    Baugrund, Tragwerksplanung 

    DÄRR, Landschaftsarchitekten Halle
    Planung Außenanlagen