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Schloss Ponitz

 

Das Ponitzer Schloss stellt mit seiner äußeren Gestalt und seinen vielen teilweise vollständig erhaltenen Farbfassungen der Innenräume ein bedeutendes Zeugnis der sächsischen Herrenhausarchitektur in der Renaissance dar.

Unter Abraham von Thumbshirn begann in den Jahren zwischen 1568 und 1574 mit hoher Wahrscheinlichkeit der Umbau des Schlosses im Stil der Renaissance, in dem es noch heute erhalten ist. Das Schloss ist im Grundriss trapezförmig. Augenfällig ist die abgewinkelte Ostfassade. Dieser charakteristische „Knick“, der auch im Giebel seine Fortsetzung findet, macht Ostthüringens einziges Renaissance-Schloss unverwechselbar. Bemerkenswert sind auch die beiden Portale des Schlosses. Eines der Eingangsbauwerke stammt aus der Entstehungszeit, das andere Portal ist später im neogotischen Stil erbaut worden. Nach der aufwendigen Rekonstruktion der Fassade erstrahlt das Schloss mit seinen Giebeln und Gesimsen wieder in voller Schönheit.

Die Decke des Festsaals stammt etwa aus der Zeit um 1575, weist aber schon alte, frühbarocke Überarbeitungen auf. Vertiefte kassettenförmige Deckenfelder werden durch die Dachbalken und eingeschobene Bohlen gebildet, deren Kreuzungen durch bemaltes Beschlagwerk betont wurden. In den Feldern wechseln vielfach abgewandelte florale Ornamente mit männlichen und weiblichen Maskenköpfen.

Der gesamte Festsaal wurde dank der Unterstützung durch die Marlies-Kressner-Stiftung und der Mittel des Landes Thüringen nach eingehenden denkmalpflegerischen Untersuchungen gewissenhaft und sorgfältig restauriert, sodass er sich heute wieder in alter Schönheit zeigt und genutzt werden kann.

  • Kompetenzen

    Architekt Martin Faßauer
    Entwurf und Visualisierung

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    Architekt Martin Faßauer.

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