Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Heiterblick Süd | 2. Phase

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Heiterblick Süd | 2. Phase

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Zweistufiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb
Leipzig, 2024

Kompetenzen
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Sara Müller (Dipl.-Ing. FH)
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)

Konzept
Das städtebauliche Projekt am nordöstlichen Stadtrand von Leipzig schafft ein lebendiges und grünes Quartier, das den Übergang zwischen Stadt und Landschaft harmonisch gestaltet. Dabei vereint es ökologische Nachhaltigkeit, soziale Vielfalt und städtebauliche Funktionalität. Das Quartier setzt auf eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe und öffentlichen Räumen, um Monostrukturen zu vermeiden und eine nachhaltige, urbane Umgebung zu fördern.


Das Quartier gliedert sich in vier Hauptbaufelder, die durch eine ringförmige Verkehrsachse und eine zentrale Grünachse verbunden sind. Urbane Plätze wie der Stadt-, Bildungs- und Generationenplatz schaffen Begegnungsräume. Eine robuste Bebauung schützt das Quartier vor Lärmemissionen der Bundesstraße, während sich die Bebauung nach Nordosten hin öffnet und von einem begrünten Lärmschutzwall flankiert wird. Verschiedene Wohntypologien, darunter Cluster- und Mehrgenerationenwohnen, bieten flexible Lösungen für diverse Lebensmodelle. Wohnhöfe mit Gemeinschaftsflächen fördern Nachbarschaft und Zusammenhalt. Urbane Räume wie Markthalle, Bibliothek und Kulturcampus bilden das Zentrum des Quartiers und sind ergänzt durch soziale und gewerbliche Nutzungen.


Das Konzept einer „Waldsiedlung“ integriert die Gebäude in eine grüne Umgebung mit extensiv begrünten öffentlichen und privaten Freiräumen. Ein Parkband verbindet die Baufelder und sorgt durch Wasserflächen und Retentionsbänder für Kühlung und Biodiversität. Schattenspendende Stadtmöbel und Spielplätze beleben die Gemeinschaftsflächen. Das Prinzip der Schwammstadt regelt das Wassermanagement, unterstützt durch Gründächer mit Photovoltaikanlagen. Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept setzt auf Quartiersgaragen an den Zufahrten, autonome Shuttles und Mobilitätsstationen. Das Quartier ist weitgehend autofrei und flexibel an zukünftige Anforderungen anpassbar.


Innovative Ansätze wie Unterflursysteme und Kompostierung fördern Ressourcenschonung. Photovoltaikanlagen und ein Nahwärmenetz gewährleisten eine emissionsfreie Energieversorgung. Das Quartier folgt dem Cradle-to-Cradle-Prinzip und integriert Material- und Energiekreisläufe in die Planung. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz verbindet das Quartier Wohnen, Natur und urbane Funktionalität zu einem zukunftsorientierten Lebensraum mit hoher Lebensqualität.

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